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Warum ich ab jetzt das Leben mehr genieße

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Werbung | Um 5:30 aufstehen, Sport machen, duschen, anziehen, Frühstück vorbereiten, Liam wecken, ihn anziehen, um noch schnell und leider viel zu kurz gemeinsam zu frühstücken, in den Kindergarten hetzen, gerade noch schnell einen Abschiedskuss erhaschen, zum Bus laufen, zur Arbeit rasen, mich mit Marketingmaßnahmen und Projektplänen rumärgern, zurück in den Kindergarten rennen, Liam einsammeln, nach Hause düsen, den Haushalt schmeißen, um schließlich am Ende des Tages völlig ausgepowert ins Bett zu fallen.

So ähnlich sah unser Alltag für ziemlich genau 12 Monate aus. Alles war durchgetaktet, unsere Freizeit ebenfalls. Denn sonst hätte nichts funktioniert. Ich bin ein großer Fan von Routinen, aber das, was wir hatten, engte mich so sehr ein, dass ich ausbrechen wollte. Ich hatte große Sehnsucht nach mehr Freiheit. Mehr Spontanität, mehr gemeinsamen Erlebnissen und vor allem mehr Gelassenheit.

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Seitdem ich den Job in der Agentur im März 2018 angenommen hatte, versuchte ich krampfhaft die Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden und quälte mich viel zu oft selbst damit, dass ich niemandem zu 100 Prozent gerecht werden konnte. Ich war genervt. Genervt von mir selbst und von der Tatsache, dass der Beruf mich so sehr vereinnahmte, dass ich kaum Zeit und Muse für freie und entspannte Nachmittage mit meiner Familie hatte. Denn obwohl wir die knappe Zeit, die uns blieb, als Familie sinnvoll nutzten und schöne Momente sammelten, war da doch immer dieses bedrückende Gefühl. Ja, ich hatte Freude an der Tätigkeit an sich in diesem Beruf, dennoch waren es die Begleitumstände, die mich so sehr stressten, dass ich die schönsten Erlebnisse mit meinen Liebsten nie vollends genießen konnte. Ich machte einen Fehler, den viele wohl machen: Den Druck von der Arbeit mit nach Hause nehmen.

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So wollte ich nicht weitermachen und entschied mich deswegen Anfang des Jahres dazu, den Job zu kündigen und mich voll und ganz auf meine Familie und Selbständigkeit zu konzentrieren. Nun haben wir seit genau einem Monat einen Alltag, der mich sowohl beruflich als auch familiär unfassbar bereichert. Die neu gewonnene Flexibilität gibt mir endlich den Freiraum, bewusster an Liams Leben teilzunehmen und die vielen Glücksmomente voll und ganz zu genießen. Es sind einfach die kleinen Dinge, die mir so unfassbar wichtig sind und mir jeden Tag aufs Neue beweisen, dass ich die absolut richtige Entscheidung getroffen habe: Meine langersehente Freiheit ist zurück und das spüre nicht nur ich, sondern auch Liam und mein Freund. Ich merke wie ausgeglichen mein kleiner Junge ist, weil wir von nun an eben nicht mehr in den Kindergarten hetzen, aus Angst, den Bus zu verpassen, sondern, weil wir uns ausgiebig Zeit für einen morgendlichen Spaziergang nehmen. Unser Leben fühlt sich nun so entschleunigt an, dass ich langsam zu meiner alten Gelassenheit finde. Wir können ohne großen Zeitdruck gemeinsam frühstücken, nachmittags am Strand spazieren und abends im Sommerhaus ins Bett gehen. Denn es sind genau diese Erlebnisse, an die wir uns immer erinnern werden.

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Dass die gemeinsame Zeit mit unseren Liebsten das Wichtigste in diesem Leben ist, das beweist dieses wunderschöne Video: Eine emotionale Mama-Tochter-Geschichte, die total unter die Haut geht. Wenn auch ihr Mama Gemeinsamzeit zum Muttertag verschenken wollt, dann schaut unbedingt bei mydays vorbei.

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1 Comment

  • Reply
    Nina
    26.04.2019 at 13:17

    Liebe Ari, ich freue mich sehr für dich und man merkt, das du jetzt genau das richtige tust. Bist ne tolle Mami und das Video zum Schluss ist auch super rührend.

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