Babykolumne

10 Mama-Fragen und wie ich mich entschieden habe

Es gibt sie, diese speziellen Mama-Fragen, die polarisieren. In den vergangenen 16 Monaten wurde ich mit einigen von ihnen konfrontiert und musste feststellen, dass sie für ordentlichen Zündstoff sorgen können. Vor allem, wenn man eine von ihnen innerhalb einer Mama-Runde zur Diskussion stellt. Wehe man hat eine „abweichende“ Meinung. Ich muss sagen, dass ich schon oft ein wenig verwirrt war und nicht immer die gewünschte adäquate Antwort parat hatte. Um das Ganze mal etwas näher beschreiben zu können, habe ich Stellung zu folgenden 10 Mama-Fragen genommen.

1.Hausgeburt oder Klinik

Für mich stand schon, bevor ich schwanger wurde, fest, dass eine Hausgeburt nicht in Frage kommt. Viel zu oft habe ich von blutenden Frauen gehört, die infolge einer Hausgeburt dann doch noch ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Ich persönlich bewundere zwar den Mut der Frauen, die sich für diese Option entscheiden. Dennoch – und in meinem Fall auch berechtigt – hatte ich zu große Bedenken, was die medizinische Versorgung vor Ort betraf. Deswegen habe ich mich für eine Geburt im städtischen Krankenhaus entschieden. Übrigens, viele hilfreiche Antworten rund um das Thema Baby findet ihr bei dem Onlineshop babywalz. Vielen Dank an dieser Stelle für die freundliche Zusammenarbeit.

2. Brust oder Flasche

Für mich stand immer fest, dass ich mein Baby in der Anfangszeit stillen möchte. Zum Glück – und ich weiß, dass es nicht immer so einfach ist – hat es bei uns super geklappt und ich konnte Liam 6 Monate lang stillen.

3. Kaiserschnitt oder natürliche Geburt

Bei dieser Frage muss ich ganz deutlich sagen, dass eben doch nicht alles in unserer Hand liegt. Denn auch wenn ich über 15 Stunden in den Wehen lag und für eine natürliche Geburt gekämpft habe, musste letztendlich ein Notkaiserschnitt eingeleitet werden. Dennoch stehe ich voll und ganz hinter dieser Entscheidung, denn die OP hat unser beider Leben gerettet.

4. Familienbett oder Babybett

Für uns war es immer wichtig, dass Liam vor allem in der Anfangszeit bei uns im Zimmer, aber im eigenen Bett schlafen lernt. In den ersten Monaten hat es auch gut geklappt. Allerdings hat sich mittlerweile herausgestellt, dass der Kleine viel ausgeruhter und entspannter ist, wenn er ab und zu bei uns schläft. Jede Mama wird das Richtige für ihr eigenes Kind entscheiden, deswegen finde ich alle anderen Alternativen genauso berechtigt und sinnvoll.

5. Selbstgekocht oder Gläschen

In der Phase der Breieinführung habe ich immer alles selbst gekocht und frisches Fleisch vom Fleischer geholt, damit ich auch genau weiß, was darin enthalten ist. Als Liam jedoch aktiver wurde, habe ich hin und wieder zum Gläschen gegriffen. Seitdem Liam in der Krippe ist, koche ich jedoch wieder ausschließlich selbst.

6. Kinderwagen oder Tragetuch

Wir haben zwar eine Tragetasche, aber schon beim ersten anprobieren, habe ich gemerkt, dass das nichts für mich ist. Auch Liam war nicht wohl dabei. Er ist sehr freiheitsliebend und braucht immer viel Platz, deswegen liebt er es, im Buggy kutschiert zu werden.

7. Krippe oder Tagesmutter

Bei uns ist es eine Art Mischform geworden: Ein Einrichtung mit zwei Tagesmüttern mit jeweils 5 Kindern. Wir sind übrigens sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.

8. Impfen oder nicht impfen

Ich finde, dass das Impfen zu den größten medizinischen Errungenschaften unserer Zeit gehört und empfinde es als meine Pflicht, mein Kind vor Krankheiten hinreichend zu schützen. Doch auch hier muss ich sagen, dass ich die Meinung der sogenannten Impfgegner akzeptiere und sie nicht eines Besseren belehren möchte.

9. Fotos im Netz ok oder Fotos im Netz tabu

In diesem Artikel über Instamoms habe ich ausführlich Stellung dazu genommen. Der Blog spiegelt einen Teil meines Lebens wider und Liam gehört natürlich dazu. Ich schreibe über mein Leben als Mama, dennoch möchte ich nicht sein Gesicht im Internet zeigen. So haben mein Mann und ich einfach ein besseres Gefühl bei der ganzen Sache.

10. Zu Hause bleiben oder arbeiten gehen

Ich hatte sehr viel Glück und habe die Möglichkeit nur halbtags zu arbeiten. So habe ich für mich persönlich meine Balance zwischen Beruf und Familie gefunden. Dennoch muss ich hier betonen, dass das ein großer Glücksfall ist und dass es in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht so leicht ist, die beruflichen Pläne mit dem familiären Glück zu vereinbaren.

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8 Comments

  • Reply
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    2.06.2018 at 21:41

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    30.05.2018 at 12:55

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  • Reply
    Eva Maria
    2.08.2016 at 9:29

    Ein wunderschöner, sehr informativer Post – vielen Dank dafür! Auch wenn ich mir mit dem Mama-werden noch ein wenig Zeit lasse, finde ich solche Beiträge immer sehr interessant 🙂

    Liebe Grüße, Eva
    https://www.thesophisticatedsisters.com

  • Reply
    confashiontime
    1.08.2016 at 17:49

    Oh ja, das kenne ich allzu gut, wenn man mal eine „abweichende“ Antwort gibt! Vor allem beim Thema „Kaiserschnitt“ scheinen viele Mamis sehr empfindlich zu sein. Ich hatte auch einen und ich stehe voll und ganz dahinter 🙂 Interessanter Beitrag! Liebe Grüße!

    http://www.confashiontime.com

  • Reply
    Sandra
    1.08.2016 at 15:38

    Liebe Ari,
    ich finde diesen Beitrag sehr gut.

    Meine Tochter ist jetzt schon 15 Jahre alt und wir haben ein so wunderbares Verhältnis zueinander. Sie findet mich als Mutter cool, weil ich mir immer selbst treu bleibe.
    Ich hab mag „spontan“ (echter Witz nach 20 Stunden) entbunden, obwohl ich zwischendurch einen Kaiserschnitt wollte. Das war für mein Kind eine riskante Entscheidung, mit der ich hätte leben müssen und nicht das Krankenhaus.
    Ich wollte sie auch erst zu einer Tagesmutter geben, aber kaum war sie auf der Welt, haben ich daran gar nicht mehr gedacht. Zum Glück konnte von zu Hause aus arbeiten. Diese 3 Jahre haben unser Verhältnis entscheidend geprägt. Ich kenne meine Tochter. Ein Blick reicht schon aus. Leider habe viele nicht diese Glück, ihr Kind so großzuziehen.

    Was mich am meisten nervt am Mutterdasein, sind die anderen Mütter und ihr konservativen Meinungen, was man zu tun hat oder nicht. Ich habe mich nicht angepasst. Ob es mein Kleidungsstil war, meine Erziehung, egal was. Eltern Kaffe/Abend nach der Schule. Nö. Alle reden über ihre vermeinten tollen Engelchen, die gar keine sind. Alles Käse. Auch das Lamentieren über Lehrer. Bringt doch nichts ! Alle müssen da durch. Schule ist auch Schule fürs Leben. Anfangs hätte ich am liebsten meine Tochter in ein riesiges Zelt gestellt, damit kein böses Wort oder Leid zu ihr dringt. Aber ich habe dann erkannt, das ihr das nur schaden würde. Ich bin lieber ihr Begleiter im Leben, der ihr immer zu Seite steht und die Dinge in das richtige Licht rückt.
    Bei der Erziehung hole ich sie mittlerweile mit ins Boot. Ich sagen ihr, wie die Dinge stehen und frage sie dann, was sie im Leben will. Es funktioniert tatsächlich.

    Ich weiß ich bin etwas von deinem Thema abgewichen. Was ich sagen will ist, macht das, was ihr für richtig haltet, egal, was andere sagen. Es ist euer Kind. Jedes ist einzigartig. Es sind eure Entscheidungen.

    Liebe Grüße Sandra

    https://www.sandra-levin.com

  • Reply
    Kati
    31.07.2016 at 20:13

    Cooler Beitrag! Ich stimme in fast allem mit dir überein und bin auch der Meinung, dass jede Mama für sich und ihr Baby entscheiden muss und das was sich richtig anfühlt, wird auch richtig sein. Mamas sollten zusammen halten und sich nicht gegenseitig unter Druck setzen!

    http://www.katerlina.blogspot.com

  • Reply
    Patricia
    31.07.2016 at 14:35

    Wirklich sehr interessant! Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, denke ich, dass man bei vielem einfach auf sein Bauchgefühl hören sollte, wie sonst im Leben auch. Wenn man voll hinter seiner Entscheidung steht, können andere einen auch weniger verunsichern. Auf mich hat es die Wirkung, als wenn du deinen Mama-„Job“ wirklich großartig machst.

  • Reply
    Kolonialwaren
    31.07.2016 at 12:00

    Man muss so viel beachten wenn man ein Kinde bekommen möchte.
    Ich habe so großen Respekt für Jeden, der sich für ein Kind entscheidet.

    Liebe Grüße
    Ann – https://kolonialwarenladen.blogspot.de

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