Babykolumne

Babykolumne: Zeitmanagement mit Baby | 3 Tipps

Zeitmanagement mit Baby ist vor allem als Neu-Mama super wichtg. Wie sonst soll man, zwischen wicheln und putzen, auch mal Zeit  für sich selbst nehmen? Es ist vor allem ein Thema, das uns als kleine Familie sehr, ja sogar sehr beschäftigt und – sagen wir es mal so –brandaktuell im Hause Moderiamia ist. Außerdem bin ich mir sicher, dass es ein Thema ist, dass ALLE, ja wirklich ALLE jungen Eltern interessieren wird. Denn es geht um die Frage, wie man Familie, Freunde, Freizeit und Beruf unter einen Hut bekommt. Idealerweise geht es um die Frage, wie man das alles zeitlich schafft, ohne dass eines davon zu kurz kommt.

Zeitmanagement mit Baby – so klappt’s

Hört sich zu utopisch an? Hm, kann sein. Aber, ich bin davon überzeugt, dass Familien besser „funktionieren“, wenn sie sich an einige einfache Regeln halten. Ohje, das hört sich jetzt ein bisschen an, als wäre ich der Feldmarschall vom Dienst. Früher hätte ich bei solch einem Satz sogar die Augen verdreht und gesagt, dass es komplett übertrieben ist, innerhalb der Familie Pläne und gewissen „Regeln“ aufzustellen. Mittlerweile wurde ich eines besseren belehrt. Der Alltag als junge Familie ist natürlich wunderschön, aber auch zeitintensiv. Man kann eben nicht einfach mal den halben Tag im Bett bleiben oder einfach mal drei Tage lange nicht einkaufen gehen. Zu Deutsch: Keine Zeit fürs Rumasseln! Du MUSST rechtzeitig aufstehen, du MUSST einkaufen gehen, damit dein Baby mit Pampers, Gläschen und Co versorgt ist und du MUSST deinen Alltag strukturieren, sonst kommst du einfach nicht hinterher.

Für Liam haben wir relativ früh Rituale eingeführt und den Tag strukturiert. Ich kann wirklich jeder Mama empfehlen, früh damit zu beginnen. Eure Babys werden es euch danken. Liam ist super happy mit seinem Alltag und kann sich auf darauf verlassen, dass ihm bekannte Ereignisse immer wieder wiederholt werden. Sie funktionieren hervorragend und auch ich bin sehr, sehr glücklich damit.

In Bezug auf Jobs und Freizeitgestaltung haben wir uns auch etwas einfallen lassen, damit die Arbeit gewissenhaft erledigt wird und wir dennoch Zeit für Aktivitäten mit der Familie haben. Da ich noch in der Elternzeit habe, richtet sich der Plan vorrangig an die Arbeitszeiten meines Mannes. Hinzu kommen meine Blogarbeitszeiten.

1. Erstelle einen Wochenplan

Wir haben ganz einfach einen Wochenplan erstellt, den wir jede Woche an anfallende Termine anpassen. In diesem Plan haben wir aufgeschrieben, wie viele Stunden in der Woche außerhalb gearbeitet und wie viele Stunden Zuhause gearbeitet werden (mein Mann muss auch viele nach Feierabend arbeiten) sowie welche Zeitfenster ganz für die Freizeit zur Verfügung stehen. Und hier ist eines der wichtigsten Punkte schon genannt. Wir haben uns konkrete Arbeitszeiten notiert, an denen mein Mann – ohne unnötige Unterbrechung – arbeiten kann. So hat er nicht nur einen freien Kopf für die Arbeit, sondern ist auch meistens früher fertig. Wir haben uns einfach bewusst gemacht, dass wir diese Arbeitszeiten respektieren müssen, um Probleme vorzubeugen. Konflikte, die dadurch entstehen können, wenn er unterbrochen wird, obwohl er gerade gedanklich bei der Arbeit ist, können ganz einfach verhindert werden. Ein Blick auf den Wochenplan zeigt: „Ok, von dann bis dann arbeitet er Zuhause. Stören wir den Mann mal lieber jetzt nicht.“ Umso früher ist er mit der Arbeit fertig und umso mehr Zeit haben wir als Familie.

2. Arbeitsteilung

Arbeitsteilung ist für ein effektives Zeitmanagement mit Baby unabdingbar. Ich spreche jetzt von einer dreiköpfigen Familie. Also Mutter, Vater, Kind. Sprecht darüber, wer welche Aufgaben übernimmt und verschafft euch Klarheit darüber, was realistisch umzusetzen ist und was nicht. Zum Beispiel bin ich fürs Putzen zuständig. Mein Mann erledigt die schweren Einkäufe. Ich bringe Liam ins Bettchen, mein Mann bereitet vorher das Badewasser zu. Es bringt nichts, sich zu viel vorzunehmen! Später ist man enttäuscht, dass man es nicht geschafft hat. Bin ich an einigen Tagen viel mit Liam unterwegs, kann ich davon ausgehen, dass ich es nicht schaffen werden, für meinen Mann und mich zu kochen. Deswegen koche ich schon am Tag vorher eine größere Portion und hab an dem Tag, an dem ich viel zu tun habe, weniger Stress. Es sind wirklich einfach Dinge, die aber, meiner Meinung nach, wirklich viel dazu beitragen, dass man sich seiner eigenen Aufgaben bewusst ist und keine falschen Erwartungen an den Partner stellt. So sind einfach alle zufrieden, ohne Rumgezicke und die Beziehung leidet nicht darunter.

3. Gewichtet Termine und Aktivitäten

Lernt auch mal „Nein“ zu sagen. Ich stopfe mich nicht mit Aktivitäten zu. Im Klartext: Ein Baby muss nicht jeden Tag etwas „hyper mega Tolles und Großes“ erleben: Babyschwimmen, Krabbelgruppe oder Pekip sind zwar super, aber eben nur in Maßen. Wir genießen die Zeit mit Liam, in dem wir auch mal einfach nur zuhause bleiben, spielen und kuscheln. Unsere täglichen Spaziergänge sind allerdings ein Muss. Frische Luft ist einfach ein Muss.
Da ich mich auch sehr gerne mit meiner Schwester, meinen Freundinnen und anderen Mamas treffe, versuche ich mich wenigstens mit einer von ihnen, die gerade in der Woche Zeit hat, mindestens ein Mal, manchmal auch öfter, zu treffen. Meine Schwester sehen wir zum Glück mehrmals die Woche. Meine Freundinnen freuen sich auch immer sehr, Liam zu sehen. Die Mamis unter ihnen bringen auch noch ihre Babys mit und Liam findet es jedes Mal super, wenn seine Kumpels ihn besuchen. Außerdem können wir Mädels und Mamas gleichzeitig schön Kaffee trinken und quatschen. Meistens treffen wir uns bei uns zuhause oder in einem der schönen Kieler Cafés oder aber wir gehen spazieren.

Habt ihr noch weitere Tipps für das Zeitmanagement mit Baby und wie man die Zeit als Familie besser managen kann?

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1 Comment

  • Reply
    Saskia
    18.01.2016 at 5:39

    Das sind wohl alles gute Tipps.

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