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Vollzeit Bloggen: Mein Fazit über die Selbständigkeit

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1. Ich spüre mehr Druck

Mit Beginn der Selbständigkeit hat man natürlich auch einen ganz anderen finanziellen Druck. Da lässt es sich nicht vermeiden, dass man sich hin und wieder klein gegenüber vielen anderen Bloggern fühlt – das muss ich jetzt an dieser Stelle ganz offen sagen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Agenturen doch sehr häufig mit den gleichen Gesichtern arbeiten und Kampagnen lieber mit diesen als mit Newcomern umsetzen. Einerseits völlig nachvollziehbar, andererseits etwas eintönig.

Dennoch bin ich absolut kein Fan von Konkurrenzdenken, denn ich finde, dass Neid die Kreativität zerstört. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass jeder – auch im Blogger Business – seinen Platz findet und sich nicht hinter den großen Namen verstecken muss. Es ist wie mit vielen anderen Dingen im Leben auch: Nur, weil andere Großes erreicht haben, heißt es nicht, dass man nicht auch Ähnliches selbst schaffen kann. Ich kann mir  dennoch kein Leben vorstellen, bei dem man sieben Tage die Woche durch die Welt jettet. Das ist mit meinem persönlichen Lebensstil nicht zu vereinbaren, außerdem habe ich panische Flugangst! 😊 Dafür setze ich mir selbst individuelle Ziele, die für mich persönlich als Mama und Familienmensch realistisch sind und die zu meinem Charakter passen.

2. Ich habe gelernt, höflich abzulehnen

Als ich vor knapp zwei Monaten hier verkündete, dass ich mich selbständig mache, bekam ich so viel Resonanz wie nie zuvor: Ich bekomme regelmäßig Anfragen, die ich erstmal gründlich sortieren muss. Viele solcher Kollaborationen hören sich am Anfang verlockender an, als sie es dann tatsächlich sind. Deswegen kann ich nur jedem raten, der sich auch als Blogger selbständig machen will, erstmal einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht bei der erstbesten Möglichkeit zuzuschlagen.

Vor allem habe ich gelernt, Verträge dreifach zu prüfen, bevor ich sie unterschreibe! Zum Glück ist meine Schwester Juristin und meine persönliche Beraterin in solchen Angelegenheiten. Bevor ich etwas unterschreibe, besinne ich mich also immer darauf, was ich eigentlich mit dem Blog erreichen will – moralisch und beruflich. Ansonsten sage ich einfach höflich ab.

3. Ich muss meinen Beruf ständig definieren

Egal ob beim Kindergeburtstag, beim Familientreffen oder auf einer Party – ich muss immer und immer wieder erklären, was ich eigentlich beruflich so mache. 😊 Stört mich persönlich überhaupt nicht, weil ich die Neugier hinter der Frage gut verstehen kann. Meistens definiere ich meinen Beruf als freie Journalistin, damit haben die Meisten eine bessere Vorstellung, von dem, was ich so mache.

4. Ich habe immer frei und doch nie Urlaub

Ich kann aufstehen, wann ich will und von überall auf der Welt arbeiten. Hört sich genial an. Ttrotzdem gibt es auch hier ein ABER: Steht eine kleine Auszeit, ein Ausflug über das Wochenende oder eben ein längerer Urlaub an – dann muss ich vorarbeiten und auch während des Urlaubs für den Notfall auf Abruf bereit sein. Hört sich tragischer an, als es ist. Denn schließlich ist dieser Job genau das, was ich will. Dennoch muss ich immer noch lernen, meine Zeit besser einzuteilen, um nicht zwei Tage vor Urlaubsantritt in Zeitnot zu geraten.

Während unseres Marseille-Aufenthalts war ich zum Beispiel auch abends oft am Handy und musste E-Mails beantworten und anstehende Projekte koordinieren. Das ist im gewissen Rahen auch völlig in Ordnung und meine Familie hat zum Glück vollstes Verständnis dafür. Meine Cousine hat zum Beispiel die meisten Outfibilder gemacht. Sie macht also meinem Instagram-Husband ganz schöne Konkurrenz. 🙂 Generell denke ich, dass ich das Ganze ohne den Rückhalt meiner Liebsten nicht so gut schaffen würde. Ein starkes Umfeld, das dich unterstützt – vor allem in der Anfangszeit der Selbständigkeit – ist meiner Meinung die wichtigste Basis für eine solide Arbeit.

5. Ich habe neue Möglichkeiten bekommen, mein Know-how weiterzugeben

Als selbständiger Vollzeit-Blogger hat man tatsächlich viele Chancen, sein fachspezifisches Know-how umzusetzen. Es ergeben sich neue Einkommensmöglichkeiten – abseits von reinen Blog Kooperationen, Affiliates oder Sponsorings. Wie ich euch in diesem Artikel schon erzähle habe, ist man als Blogger mehr als nur Content Creator.  Die meisten sind fast schon Experten im Bereich Social Media. Viele Unternehmen sehen hierin Potential und setzen direkt auf erfahrene Blogger.

Ich habe das große Glück, dass ich durch meine langjährige Agenturerfahrung als Online-Redakteurin und durch meinen Abschluss als PR-Managerin aktuell einige Unternehmen im Social-Media-Bereich berate und unterstütze. Das Ganze ist wahnsinnig spannend und aufregend für mich. Alles in allem kann ich sagen, dass sich die Selbständigkeit für mich gelohnt hat, denn so kann ich mich komplett entfalten und sogar neue Herausforderungen annehmen.

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20 Comments

  • Reply
    Eve
    16.09.2017 at 16:55

    Liebe Ari,
    ich freue mich für dich, dass du den Sprung in die Selbständigkeit gewagt hast. Es hat so viele Vorteile und man ist sein eigener Herr bzw. Frau, hihi. Mach weiter so und ganz viel Spaß und Erfolg wünsche ich dir.

    Hab noch ein schönes Wochenende.
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  • Reply
    Jenny
    15.09.2017 at 13:19

    Super Beitrag Liebes. Ich habe den Schritt auch gewagt und bisher nicht bereut. 24/7 schafft man nur mir ganz viel Leidenschaft. Xx, Jenny
    https://www.fashioncircuz.de

  • Reply
    Verena
    12.09.2017 at 15:51

    ein super toller Post und ich finde es klasse, wie du alles managst. Ich finde es einfach wirklich toll, was hinter dem Bloggen alles steckt und auch wenn es viel Arbeit ist, macht es sehr viel Spaß. Der Druck immer mitzuhalten oder allem gerecht zu werden, spüre ich und ich denke es wird immer wieder Herausforderungen geben, allem gerecht zu werden.

    Liebe Grüße, Verena
    http://www.somehappyshoes.com

  • Reply
    Kathi
    12.09.2017 at 14:39

    Liebe Ari,
    ich bewundere dich für deine Entscheidung und ich bin mir sicher, dass du auf jeden Fall die richtige Entscheidung damit getroffen hast. Deine Einstellung finde ich auch großartig und davon könnte sich so manch einer eine Scheibe abschneiden.
    Mach weiter so Liebes!
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  • Reply
    Jil
    11.09.2017 at 21:30

    Wie schön, dass du deine persönlichen Eindrücke vom Selbstständig sein mit uns teilst, ich kann jeden einzelnen Punkt gut nachvollziehen und finde es toll dass du so mutig warst und den Schritt eingegangen bist. Vor allem die Sache mit dem Druck ist der Grund, dass ich mich den Schritt bis jetzt noch nicht getraut habe, obwohl ich immer wieder davon träume.

    Liebe grüße
    Jil

  • Reply
    Wochenrückblick: Picknick am Strand und Armenisch Kochen
    11.09.2017 at 13:51

    […] habe, was mich ein bisschen ärgert und welche neuen Chancen ich bekommen habe, das könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Denn er war in dieser Woche der meistgeklickteste Blogpost. […]

  • Reply
    Tina
    11.09.2017 at 10:08

    Das hört sich doch nach einen rundum zufriedenen Fazit an 🙂 und ja, auch als „Freizeit- Blogger“ wie es derzeit bei mir noch der Fall ist, fällt mir auch immer wieder auf, wieviel man vorarbeiten muss wenn es mal in den Urlaub geht. Und aber auch – dass man ohne die Unterstützung von Freunden und Familie ziemlich aufgeschmissen wäre;) schön dass du das hier auch nochmal betonst 🙂 Alles Gute weiterhin für euch –
    Xxx
    Tina

    http://Www.styleappetite.com

  • Reply
    Anna
    10.09.2017 at 16:08

    Ein super interessanter Blogpost. So kann auch ein kleiner Hobbyblogger wie ich das etwas besser nachvollziehen. Vor allem Punkt 1 kann ich mir vorstellen – ich finde es aber super schön, dass du trotzdem so positiv bleibst und nicht in eine „Neidhaltung“ verfällst. Und 4. kann ich mega gut nachvollziehen. Ich bin mit Insta und dem Bloggen (auch wenn es nur ein Hobby ist) neben dem Studium auch immer gut beschäftigt. Meine Freunde unterstützen mich aber zum Glück auch super viel 🙂 xxx

  • Reply
    Tatjana
    9.09.2017 at 9:19

    Liebe Ari, dein Beitrag ist so hilfreich und gerade Punkt 1 schreckt mich noch am meisten ab:-/. Bewundere dich für deine Offenheit <3 ich überlege auch schon seit gut einem Jahr und kann mich einfach noch nicht dafür entscheiden…naja mal sehen wie es weitergeht :-* Lg Tatjana

  • Reply
    frau_sodapop
    8.09.2017 at 21:25

    Toller Artikel! Ich freue mich sehr für dich und wünsche dir weiterhin viel Erfolg und vor allem ganz viel Spaß !!!

  • Reply
    Julezz
    8.09.2017 at 19:26

    Richtig toller Beitrag und es freut mich so für dich, dass du dein Hobby zum Beruf machen konntest und dadurch auch so vieleMoglichkeiten bekommst, nicht nur als reine Bloggerin zu arbeiten. Ich wünsche dir für deine Zukunft weiterhin alles Gute 💜.

    Liebste Grüße

    Julezz
    http://www.julezzdiamond.com

  • Reply
    Liebe was ist
    8.09.2017 at 12:51

    ein.supwr toller Beitrag meine Liebe!
    und ich kann dir nur recht geben! seit erniger Zeit bin ich bin auch selbstständig und v.a. der Punky, dass man sich immer wieder neu definieren muss ist so wahr!

    wünsche dir einen wundervollen Start ins Wochenende Liebes,
    http://liebewasist.com

  • Reply
    Brini
    8.09.2017 at 11:50

    Super interessanter Beitrag – finde es ja sehr spannend solche Erfahrungen zu lesen. Ich selbst habe mich genau aus ersterem Grund noch nicht dafür entschieden. Der Druck ist ja schon sehr hoch dann.

    LG
    Brini
    http://brinisfashionbook.com

  • Reply
    Sarah
    8.09.2017 at 10:35

    Liebe Ari,

    Ich finde deinen Blogeintrag wirklich ganz toll! Du hast den Schritt in die Selbstständigkeit mit deinem Hobby bzw. deiner Passion geschafft! Das trauen sich nicht viele! 🙂
    Ich finde deine Einträge wirklich sehr authentisch und freue mich sehr diese zu lesen! Mach weiter so ! <3

    Einen wunderschönen Tag wünscht dir die Sarah.

  • Reply
    Bea
    8.09.2017 at 10:16

    Toller Artikel, ich wäre auch so gerne selbstständig. 🙂 Glaube das wäre genau meins, ich wünsche dir natürlich weiterhin ganz viel Erfolg Ari!:)

    Lieben Gruß
    Bea

  • Reply
    Saskia
    8.09.2017 at 4:59

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es als Selbstständige noch einmal völlig anders ist einen Blog zu halten.

  • Reply
    Kristina
    7.09.2017 at 19:33

    Über weitere Artikel dieser Art würde ich mich sehr freuen, ich finde es unglaublich spannend von einem „Neuling“ in Sachen vollzeitbloggen zu lesen! Ich kann mir vorstellen, dass bei den Angeboten sehr selektiv vorgehen muss, vielleicht schreibst du darüber ja mal einen genaueren Artikel 🙂
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  • Reply
    Ich wurde interview! MODERIAMIA meets Two For Fashion
    7.09.2017 at 12:12

    […] schönen Hansestadt war: Ich wurde nämlich von Two For Fashion , dem Blog von otto.de., über mein Leben als Full-Time Blogger und Mama interviewt. Wie […]

  • Reply
    Mihaela
    6.09.2017 at 23:32

    Liebe Ari, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg! Und das stimmt: selbst im Urlaub ist man als Blogger immer online. So richtig frei haben wir irgendwie nie… 😀

    Liebe Grüße,
    Mihaela

  • Reply
    Lena
    6.09.2017 at 20:55

    Liebe Ari

    Du machst das alles super und ich lese jeden Post von dir. Du bist so humorvoll und ehrlich und herzlich! Du bemühst dich so sehr. Schreibst immer zurück und bist wunderhübsch! Nach weiter so.

    Xxx

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