Babykolumne

#MamiMitWort: Wie viel Kind gehört ins Internet?

Wie viel Kind gehört ins Internet? Mit diesem Thema beschäftigen wir uns in unserer aktuellen #MamiMitWort-Runde. In meiner Babykolumne habe ich bereits vor einiger Zeit das Thema angeschnitten und meine Position – warum ich Liam’s Gesicht im Internet nicht zeige – erläutert. Nun wird der kleine Mann schon bald 2 Jahre alt und ich möchte euch meine Erfahrungen teilen, wie ich mit dieser Entscheidung bisher gelebt habe und ob es vielleicht Momente gab, an denen ich meine eigenen Prinzipien in Frage gestellt habe.

Kinderfotos im Internet: Warum ich Liam nicht vollständig zeige

Warum ich Liam nie vollständig hier im Blog oder auf allen anderen sozialen Netzwerken zeige, hängt wohl damit zusammen, dass ich ein sehr privater Mensch bin. Ja, richtig gelesen: Auch, wenn ich viel über mein Leben schreibe, oft Sorge und Glück mit euch teile, mich unfassbare gerne mit euch über das Mamaleben austausche – die wirklich intimen Details jedoch gebe ich nie Preis. Und das hat weder mit Arroganz noch mit Geheimnistuerei zu tun. Vielmehr versuche ich, meinem Kind ein möglichst selbstbestimmtes und freies Leben zu ermöglichen. Das bedeutet im Klartext: sein Gesicht zu schützen, solange es geht.

Kinder im Internet schützen

Dennoch denke ich, dass ich zwar schon in gewisser Weise konsequent bin und Liam nie vollständig zeige. Aber ist dann automatisch ein vollständiger Schutz des Kindes gewährt, wenn man es nur eingeschränkt zeigt? Denn auch ganz harmlose Bilder können in einem völlig verfremdeten Kontext auf irgendwelchen absurden Seiten auftauchen. Tja, was macht man denn dann?

Checkliste Kinderfotos im Internet

Die ganz oder gar nicht Lösung kommt für mich persönlich auch nicht in Betracht. Liam ist der Mittelpunkt meines Lebens und ich kann und will ihn nicht aus diesem Blog rauslassen. Das würde sich für mich persönlich falsch anfühlen. Bauchschmerzen würde ich aber auch dann bekommen, wenn ich unbedacht Fotos oder Videos von ihm in allen möglichen Situationen ins Netz stellen würde. Also gehe ich den von mir selbst als „modern-konservativ“ bezeichneten Weg. Jedes einzelne Kinderfoto muss nämlich bestimmte Kriterien von meiner selbst entworfenen „Checkliste“ erfüllen, damit ich es persönlich als „internettauglich“ einstufen kann.

  • Keine intimen Fotos
  • Keine Stillfotos (für uns schon lange keine Thema mehr:))
  • Keine Badefotos
  • Keine Schwimmfotos
  • Keine Wickelfotos
  • Keine Fotos vom Krankenbett

Wenn man sich an diese Kriterien hält, dann fällt einem schnell auf, wie eingeschränkt man doch ist, was das Hochladen von Kinderfotos im Netz angeht. Denn es gibt so viele unfassbar schöne Aufnahmen von Liam, die ihn aus ganzem Herzen lachend und außerordentlich süß zeigen. Diese Fotos jedoch gehören für mich persönlich in unser Familienalbum. Und wenn er groß ist, kann er sich vielleicht das „peinlichste“ Bild für seine Abi-Jahrbuch aussuchen.:)

Kinderfotos im Netz: Mein Fazit

Wie ihr seht, beschäftige ich mich mit diesem Thema täglich. Ich denke aber, dass eine gewisse Selbstreflexion in diesem Fall unbedingt notwendig ist. Denn, das was mir am meisten Sorgen bereitet ist, dass man zu blauäugig an etwas heran geht. Wie oft wurde die Gutgläubigkeit von Menschen ausgenutzt und gerade im Internet gehört es zum traurigen Alltag dazu, dass Bilder widerrechtlich kopiert und verbreitet werden. Und das Schlimme daran ist, dass der Urheber der Fotos meistens ahnungslos bleibt. Bislang bin ich mit meiner Verfahrensweise und den Bildern, die ich von Liam ins Internet gestellt habe, sehr gut klargekommen. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Beispiele für gelungene Kinderfotos im Netz

Dennoch gibt es auch so viele andere tolle Mamas und Mamablogger, die ihre Kinder unverpixelt zeigen und sich für diese tollen Fotos ganz bestimmt nicht schämen müssen. Zum Beispiel meine Kolleginnen Pazi und Katharina. Eure Jungs sind zuckersüß!

Hier könnt ihr alle Beiträge zu unserer letzten Runde von Katharina, Pazi und Christina nachlesen.

mamimitwort

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16 Comments

  • Reply
    Monika
    21.03.2017 at 10:33

    Liebe Ari,

    ich finde Deinen Beitrag über den richtigen Umgang mit der Privatsphäre der Kinder sehr gelungen. Du hast vollkommen recht damit, deinen Sohn nicht vollständig zu zeigen. Auch ich würde meine Jungs nicht im Netz präsentieren, wer weiß wer sich diese Bilder zu eigen macht oder wie andere Schulfreunde reagieren würden, wenn ich Bilder meiner kranken Kinder zeigen würde. Ich finde jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie viel und was er zeigt und ich bin auch davon überzeugt, dass das Kind schon in einem gewissen Alter sein sollte, um ein Stück selbst mit zu entscheiden.

    Ganz liebe Grüße,
    Monika
    http://www.little-post.com/

  • Reply
    MamiMitWort – Kinderbilder im Netz, ja oder nein? – Cruchedevinaigre
    15.03.2017 at 9:05

    […] das Thema spannend findet, kann sich jetzt noch die Beiträge der anderen Mädels, Ari, Pazi und Christina […]

  • Reply
    #MAMIMITWORT: WIE VIEL KIND GEHÖRT INS INTERNET? - Maison Pazi
    8.03.2017 at 12:29

    […] haltet ihr das mit Kinderfotos im Internet? Meine lieben #MamiMitWort-Mädels Ari, Katharina und Christina haben sich auch schon zu dem Thema geäußert, mit ganz unterschiedlichen […]

  • Reply
    Tori
    20.02.2017 at 16:57

    Hallo Liebes,
    auch als Nicht-Mami lese ich deine Mami Posts immer sehr gerne (man kann sich ja vorbereiten… 😉 )
    Ich finde es toll, dass du solche Themen ansprichst. Habe leider schon oft bedenkliche Bilder gesehen. Leider sind nicht alle Mamis so bedacht.
    Love,
    Tori | https://abouttori.com

  • Reply
    Melina
    20.02.2017 at 12:48

    Ist wirklich ein sehr spannender Post. Ich hab mir da auch schon öfters Gedanken darüber gemacht und bin mir noch garnicht sicher wie ich das handhaben würde..

  • Reply
    Emma
    17.02.2017 at 16:08

    Ich finde es super wie du es machst 😀
    Ich habe einen Neffen und 2 Nichten und die habe ich auch noch
    nie im Internet gezeigt! Man kann Bilder so schnell missbrauchen für Blödsinn

    Liebe Grüße

  • Reply
    Missevaloves
    17.02.2017 at 15:36

    Liebe Ari, ich finde es gut, dass du Liam nicht vollständig zeigst. Hätte ich ein Kind, würde ich es gar nicht im Internet zeigen. Ich bin Grundschullehrerin und wir warnen unsere Kinder immer sehr intensiv vor dem Internet. Safer Internet, oder „mit dem Internet richtig umgehen lernen“ ist ein wichtiger Aspekt für unsere Kids heutzutage.
    Lieben Gruß!
    Eva

  • Reply
    Rebecca
    16.02.2017 at 18:31

    Liebe Ari,
    ich finde, das ist ein ganz wichtiges Thema und den Kompromiss, den Du gefunden hast, finde ich sehr gut. Ich finde den Sicherheitsaspekt einfach unverzichtbar, denn Gefahren lauern überall, abgesehen davon geht es ja auch um die Persönlichkeitsrechte des Kindes, die man auch als Elternteil beherzigen muss.
    Es ist einfach ein Spagat, was man als Mama machen muss, aber die scönsten Bilder von Deinem kleinen Schatz, kannst Du ja wunderbar im privaten Rahmen zeigen.

    xo, Rebecca
    http://pineapplesandpumps.com/

  • Reply
    Elisa Zunder
    16.02.2017 at 12:31

    Hallo liebe Ari,

    ich finde, dass das ein super spannendes Thema ist! Ich selbst bin hier total zwiegespalten, und kann irgendwie beide Seiten total gut verstehen. Ich vermute, dass ich dies für mich erst entscheiden kann, wenn ich selbst Mami bin.

    Liebst, Elisa
    http://www.elisazunder.de

  • Reply
    Birte
    16.02.2017 at 10:54

    Liebe Ari,

    Ein spannendes Thema. Ich selbst bin der gleichen Meinung wie Du und zeige meinen Sohn immer nur ohne Gesicht und auch überlegt. Das muss wohl jede Mama für sich selbst entscheiden. Ich verurteile die Mamas die ihre Kinder ganz zeigen nicht, denn es ist eine freie Entscheidung und jeder setzt andere Grenzen 🙂

    Alles Liebe,
    Birte
    http://show-me-your-closet.de/

  • Reply
    Mihaela
    16.02.2017 at 10:50

    Liebe Ari, das Thema wird seit langem heiss diskutiert! Ich bin übrigens ganz deiner Meinung! Meine Kinder haben ihre Privatsphäre und ich werde sie schützen, so weit ich kann. Ihre Namen oder Gesichter zu präsentieren, kommt für mich nicht in Frage.

    Danke für diesen schönen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Mihaela

  • Reply
    Melina
    16.02.2017 at 9:06

    Liebe Ari, ich finde das Thema super, auch wenn ich eine Nicht- Mama bin 🙂 Ich denke, dass viele da zwiegespalten sind. Auf der einen Seite ist es schon besser das Kind nur teilweise zu zeigen, auf der anderen Seite gehört das eigene Kind ja auch zum leben dazu und somit auch irgendwie zum Blog. Schwierig. Aber für ein Kind auch sicherer, weil man wirklich nicht weiß, wer oder was heutzutage rumläuft und sich bei den harmlosesten Bildern etwas denkt. Aus dem Grund halte ich auch meine kleine Schwester ganz vom Blog raus, obwohl die schon 15 ist und super süß. Aber vielleicht nehme ich sie irgendwann in den Bog auf, wenn sie älter ist, als Gastautorin :-).

    Liebst, Melina
    http://www.melinaalt.de

  • Reply
    Heike
    15.02.2017 at 20:05

    Liebe Ari 💙
    Ganz toller Blogbeitrag und diese Reihe gefällt mir sehr gut.
    Ich bin ganz deiner Meinung und finde es toll, dass du gebauso dazu stehst.
    Mein Kind gehört nicht ins Internet und die Fotos bleiben im Familienalbum. Wenn eine Mama ist ihr Kind zeigt ist es okay, aber sie müssen leider Gottes damit rechnen, dass die Bilder in falsche Hände geraten können! Ich selbst folge ganz vielen Mamabloggern, die ihre Kinder zeigen und es ist auch okay so.
    Danke für deine Worte zu diesem Thema 💋

    xoxo
    Heike
    http://mumandthefashioncircus.com

  • Reply
    Tatjana
    15.02.2017 at 17:48

    Hallo liebe Ari, ich finde das Thema Mega spannend 🙂 ich selbst habe zwar mich keine Kinder, habe dort aber dennoch schon eine Haltung zu. Ich möchte meine Kinder später auch nicht mit Gesicht im Internet zeigen, sowie ich es auch nicht mit meiner Familie und meinem Freund mache:-) das Kind kann ja noch nicht selbst entscheiden und man weiß ja nie, wer alles deinen Blog liest:-) lg Tatjana

  • Reply
    Sandra
    15.02.2017 at 15:05

    Liebe Ari,

    ich finde es richtig, sein Kind aus den sozialen Netzwerken rauszuhalten. Es gibt sehr viele gute Gründe. Ein paar hast du bereits genannt. Die Sohn wird größer und wenn er in die Schule geht, kann das für andere Kinder eine Angriffsfläche bieten. Er wird dir dann sicherlich Vorwürfe machen. Meine Tochter will explizit gar nicht in Erscheinung treten, aber sie hat auch das Alter, wo sie das reflektieren und einschätzen kann. Hätte ich sie schon als kleines Kind auf Bilder gezeigt, wäre sie sicher sehr verärgert im Nachhinein.

    Liebe Grüße Sandra

    http://www.sandra-levn.com

  • Reply
    Kristina Dinges
    15.02.2017 at 14:38

    Was für eine cooler Blogreihe. Ich werde meinen Sohn auch nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Allerdings fände ich es schon ganz süß mal eine Hand oder einen Fuß zu zeigen, allerdings ist mein Mann da total gegen.

    Liebe Grüße Kristina von KDsecret

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