Babykolumne

#MamiMitWort: Krabbelgruppe & Co. – Ja oder nein?

Wie bereits in meinem Jahresrückblick angekündigt, wird #MamiMitWort auch in 2017 fortgesetzt. Nachdem die liebe Christina von ihren Erfahrungen bereits letzte Woche berichtete, bin ich heute an der Reihe. Um es mal vorwegzunehmen: Ich war mit Liam in keiner einzigen Krabbelgruppe. Auch andere Aktivitäten, die so generell für Mutter und Kind im ersten und zweiten Lebensjahr des Babys angeboten werden, haben wir einfach mal ausgelassen. Allerdings sind wir aktuell auf der Suche nach einem anderen interessanten Angebot für Kinder in Liam’s Alter.


Babymassage, Babyschwimmen, Eltern-Kind-Turnen

In meinem Freundeskreis sah es ganz anders aus. Ob Babymassage, Babyschwimmen oder Eltern-Kind-Turnen – täglich wurde ich mit reichlich Stoff versorgt, was in solchen Kursen eigentlich passiert. Und ich muss sagen: Es waren überwiegend positive Erfahrungen. Sowohl Kind als auch Eltern waren mit krabbeln, turnen, und Co. stets zufrieden und immer super happy. Normalerweise hätte ich also auf Grund der tollen Erfahrungsberichte motiviert sein müssen, zumindest eine der Gruppen mit Liam zu besuchen. Im Grunde habe ich mich ja auch nie bewusst gegen solche Kurse entschieden. Es hat einfach nur nicht zu unserem Alltag gepasst – zumindest bis jetzt.

Alltag vor Pflicht

Vor allem in den ersten 4 Monaten nach der Geburt von Liam haben wir das kostbare Familienleben in vollen Zügen genossen. Die sogenannte magische „Kennenlernzeit“ mit dem ersten eigenen Baby war auch für uns eine unbeschreiblich intensive Erfahrung. Alle Mamas und Papas werden dieses Gefühl, was man schwer beschreiben kann, kennen!

Unsere eigene Welt

Zum Glück hatte mein Mann in dieser Anfangszeit viel Zeit für uns und so lebten wir in unserem eignen kleinen Kosmos, gestalteten unseren Alltag nach Liam’s Rhythmus und wollten so unabhängig wie möglich sein. Das bedeutete wiederum, dass wir uns so wenige verpflichtende Termine wie möglich „aufbürdeten“. Denn so bereichernd diese Kurse auch sein mögen: Man verpflichtet sich für eine gewisse Zeit, an einem bestimmten Wochentag an Ort und Stelle zu sein. Wir aber liebten unseren familiären Trott und genossen die Möglichkeit, spontan mal einen kleinen Ausflug zu unternehmen oder unsere Eltern, die in einer anderen Stadt leben, zu besuchen, ohne Rücksicht auf irgendwelche Kurstermine nehmen zu müssen.

Keine Lust auf Viren

Im Nachhinein betrachtet, bin ich auch relativ froh, dass wir von der einen oder anderen Magen-Darm-Grippe oder einer fiesen Bindehautentzündung, mit denen meine kursbegeisterten Freundinnen und leider auch ihre Babys oft zu kämpfen hatten, verschont blieben. Denn wie ihr wisst, hatten wir eine sehr harte Kita-Zeit und haben dort wirklich alle Krankheiten mitgenommen. Vielleicht mache ich es beim 2. Kind ganz anders. Vielleicht entdecken wir die Freude an solchen Kursen, ohne dass wir unseren Alltag zu stark eingrenzen müssen. Ich weiß es nicht.

Musikalische Früherziehung

Aktuell haben wir etwas ganz anderes tolles vor: Da Liam so musikalisch ist – er singt viel, spielt mit Papa Gitarre, Keyboard und Mundharmonika – suchen wir nach einem schönen Kurs für musikbegeisterte Kinder in seinem Alter. Auch in der Kita wird uns täglich berichtet, dass Liam unbedingt in dieser Richtung gefördert werden sollte, weil er offensichtlich seine Liebe für Musik entdeckt hat und sie auch gerne teilt. Auch, wenn ich den Begriff „musikalische Früherziehung“ nicht besonders mag, weil er sich immer so für mich anhört, als würde man sein Kind zu etwas zwingen, haben mein Mann und ich beschlossen, Liam alle Möglichkeiten zu bieten, damit er sich voll und ganz nach seinen Begabungen entfalten kann.

Unser Zuhause als Konzerthalle

Er soll selbst entscheiden, wie lange er Spaß an der Musik hat. Deswegen haben wir uns schon 1-2 interessante Kurse aus Kiel in diesem Bereich ausgesucht, um ihn bei einem von diesen anzumelden. Da mein Mann selbst in einer Band spielt, steht bei uns Musik sowieso an der Tagesordnung. Und das geht ganz alleine von Liam aus. Er nimmt sich die Mundharmonika und spielt minutenlang damit, dann nimmt er sich die Gitarre und rockt richtig ab. 🙂 Also, ich müsstet das einfach mal erleben. Bei uns Zuhause fühlt man sich oft wie bei einem Live-Konzert.:)

Für welchen Kurs wir uns entschieden haben und wie es Liam gefällt, erzähle ich euch demnächst hier auf dem Blog.

Hier könnt ihr alle Beiträge zu unserer letzten Themen-Runde von Katharina, Pazi und Christina nachlesen.

mamimitwort

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11 Comments

  • Reply
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    MamiMitWort // Krabbelgruppen und Co. – ja oder nein?! | Cruchedevinaigre
    25.01.2017 at 14:28

    […] Euch das Thema interessiert, schaut noch bei den anderen Mädels, Ari, Christina und Pazi […]

  • Reply
    Sandra
    20.01.2017 at 18:00

    Liebe Ari, ich durfte meine Tochter groß ziehen, ohne sie in eine Krabbelgruppe zu tun. Mein Mann ist selbständig und so konnte ich mein Arbeitspensum verringern zugunsten unserer Tochter. Einmal Inder Woche wäre sie den ganzen Tag bei ihrer Oma und da konnte ich vieles an Arbeit nachholen. Ursprünglich wollten wir unser Kind zu einer Tagesmutter für 2 Tage geben. Aber als sie dann auf der Welt war (schrie übrigens 4 Monate lang) haben wir tatsächlich nicht eine Sekunde mehr darüber nachgedacht. Mit 2 Jahren ging sie 1 in der Woche halbtags in einen Kindergraten, da bei uns früher nur Kinder mit 3 Jahren in den Kindergarten durften.
    Ich habe super entspanntes und sehr liebevolles Verhältnis zu meiner Tochter. Sie kann mir alles anvertrauen und ich würde ihr nie einen Vorwurf machen. Nur so erzählen einem Kinder alles, was sie bedrückt oder auch sehr glücklich macht.

    Liebe Grüße Sandra

  • Reply
    Mihaela
    19.01.2017 at 12:32

    Liebe Ari, wie süß! Ein Kurs für musikbegeisterte Kinder?! Das hört sich super an!
    Übrigens, ich habe mit meinen beiden Kids keine Krabbelgruppen besucht. Sie hatten dennoch regelmäßig Kontakt mit anderen Kindern und haben nichts vermisst. Die Kindergartenzeit kommt sowieso früh genug. 😉

  • Reply
    Tatjana
    18.01.2017 at 23:22

    Echt spannendes Thema, habe noch keine Kinder kann deine Argumente aber gut nachvollziehen 🙂 ich als Pädagogin bin pro Krabbelgruppe und ging damals selbst gerne hin 🙂 lg Tatjana

  • Reply
    Bea
    18.01.2017 at 21:28

    Da ich quasi neu in der Stadt war, sind in die Heimat meines Freundes gezogen, hab ich für Esti und mich Aktivitäten gesucht die uns mit anderen Kindern und Mamis verbindet. Wir waren Babyschwimmen, sind noch immer in der musikalischen Früherziehung (Esti liebt es), dann waren wir in Krabbelgruppen und gehen einmal im Monat zum Mutterkindkaffee. Also mir ist es schon wichtig sie mit Kindern in Kontakt zu bringen und ihr gefällts auch total!:)

    Lieben Gruß

  • Reply
    Birte
    18.01.2017 at 21:01

    Liebe Ari,

    ich liebe diese Reihe, tolle Themen jedes Mal dabei. Krabbelgruppe war ich mit meinem Sohn auch nie. Das lag vermutlich auhc daran, dass ich ja gar nicht die typische Elternzeit hatte, denn für mich ging es 1 Monat nach Geburt gleich wieder in die Uni mit Kind und Laptop 😀 Mein Sohn ist war dann mit 1 Jahr in der Kita und ich denke nnicht, dass wir was verpasst haben.
    Jetzt mit 2 1/2 Jahren entdeckt er langsam das Fußball spielen, also tendiere ich wohl eher zu einem Fußball Verein wenn er noch etwas älter ist.
    Musikalische Früherziehung finde ich auch eine schöne Idee 🙂

    Alles Liebe,
    Birte
    http://show-me-your-closet.de/

  • Reply
    Rebecca
    18.01.2017 at 17:45

    Liebe Ari,
    ich finde es toll, dass Du so viel Zeit mit Deinem Kleinen verbracht hast und ihr euch die ersten ein bis zwei Jahre um euch gekümmert habt. Ich bin zwar noch keine Mama aber ich bin mir sicher, ich würde es so machen wir Du. Generell halte ich nicht besonders viel von diesen Gruppen in diesem frühen Alter. Es ist meiner Meinung nach unglaublich wichtig sich erst einmal auf sein Kind zu konzentrieren, es kennenzulernen, wie du beschrieben hast und den Charakter und die Veranlagung nach und nach herauszufinden und sich danach zu orientieren.
    Musik ist gut für die Seele und Babyschwimmen mit Sicherheit eine tolle Sache für die Kleinen, weshalb ich von diesen beiden Sachen sehr angetan bin!

    xo, Rebecca
    http://pineapplesanspumps.com/

  • Reply
    Melina
    18.01.2017 at 10:41

    Du bist echt so süß, wie du dich um den kleinen kümmerst. ich finde auch, dass solche Gruppen vor,- und Nachteile haben. Auf der einen Seite, lernt man andere kennen, mit denen man vielleicht einfach viele Gemeinsamkeiten hat gerade durch die Kinder, auf der anderen Seite gibt es allerhand, was man nicht mitnehmen möchte wie Viren und Bakterien. Ich denke, dass es bei mir auch nicht mehr so ewig dauert mit Kindern, da ich ja auch auf die 30 zu gehe und da lese ich gerne, was du über sowas denkst 🙂
    Liebst, Melina
    http://www.melinaalt.de

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