Babykolumne

#MamiMitWort: 5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mama geworden bin

Du wirst zum Feldmarschall, du durchlebst deine zweite Pubertät, du bist zu müde für Höflichkeiten, du feierst die Feste, wie sie fallen und ziehst täglich in die Essenschlacht – das alles passiert, wenn du Mama geworden bist. Zumindest erging es mir so.

1. Du wirst zum Feldmarschall

Mein Kind, mein Kommando! Als Liam ganz frisch geboren war, war ich fest davon überzeugt, dass nur ich alleine wissen würde, was für ihn gut ist. Ich wurde zum richtigen Feldmarschall! Jeder, der Liam anfassen wollte, musste erstmal ordentlich die Hände waschen und sie manchmal sogar desinfizieren, wenn die Person z.B. erkältet war. Ständig habe ich meinem Mann, meiner Schwester, meinen Eltern und Schwiegereltern gesagt, was sie alles falsch machen. Auch, wenn das aus heutiger Sicht völlig überzogen war! Ich weiß nicht, ob da die Hormone verrückt gespielt haben, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich ihn vor alles und allem beschützen muss.

2. Du durchlebst deine zweite Pubertät

Emotionen über Emotionen. Du durchlebst ein Wechselbad an Gefühlen und musst erstmal wieder deine Mitte finden. In der ersten Zeit nach der Geburt war ich eine wandelnde Hormonbombe. lachen, weinen, Angst haben, lachen, weinen, kaputt ins Bett fallen – wo war die ausgeglichene Ari? Vielleicht war es die Erfahrung der wahnsinnig intensiven Liebe zu meinem Kind. Eine Liebe, die auch oft weh tut. Warum? Weil man das kleine Würmchen so sehr über alles auf dieser Welt liebt, dass man, während man liebt, sich gleichzeitig sorgt, dass ihm etwas zustoßen könnte.

3. Du bist zu müde für Höflichkeiten

Das erste Jahr mit Kind verändert die Partnerschaft grundlegend! Ja, das kann ich heute zu 100 Prozent unterstreichen. Man ist einfach zu müde, oft gestresst und steht ständig unter Strom, sodass man dem Partner gegenüber nicht immer freundlich bleiben kann. Auch wir haben uns oft angezickt und dann wieder versöhnt. Aber uns hat das schwierige erste Jahr als neue Familie zum Glück zusammengeschweißt.

4. Du feierst die Feste, wie sie fallen

Wenn Schlafenszeit ist, fühlt es sich ein bisschen so an, als wäre man Teenager und hätte Sturmfrei. Mein Mann und ich sitzen mit einer Tasse Tee auf der Couch, quatschen, lachen uns über Liam’s neue Anekdoten kaputt und hauen uns mit Süßigkeiten voll. Nebenbei läuft der Fernseher oder Game of Thrones. Mag meeega langweilig klingen, aber wir fühlen uns so richtig wild und verrückt dabei. 🙂

5. Du ziehst täglich in die Essenschlacht

In Ruhe essen – das war mal. Seitdem der kleine Rabauke auf der Welt ist, bin ich entweder damit beschäftigt, das Essen zu kochen, ihn zum Essen zu animieren oder den Schweinhaufen nach dem Essen sauber zu machen. Und wenn sich dann die Lage beruhigt hat und ich dann in Ruhe essen will, ist es oft schon zu kalt. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel: Wir gehen sogar oft als Familie im Restaurant essen und das klappt sogar recht gut. PS: Alle, alle deine Klamotten haben Flecken, die kein Klorix der Welt reinigen kann!

Was hättet ihr gerne gewusst, bevor ihr Mama geworden seid?

Hier könnt ihr alle Beiträge zu unserer letzten Themen-Runde von Katharina, Pazi und Christina nachlesen.

mamimitwort

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6 Comments

  • Reply
    Was wir und unsere Kids von Charlie Brown lernen können
    7.06.2017 at 18:21

    […] was für uns Erwachse heute so banal scheint, haben wir alle damals als wir klein waren, hart erkämpft. Krisen und […]

  • Reply
    #MamiMitWort: 5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mama geworden bin - Maison Pazi
    12.10.2016 at 9:52

    […] zu diesem Thema, könnt ihr wieder bei den anderen Mädels unserer #MamiMitWort-Reihe lesen: Ari, Katharina und […]

  • Reply
    #MamiMitWort: 5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mama geworden bin | Cruchedevinaigre
    5.10.2016 at 10:12

    […] Beitrag der lieben Ari könnt ihr hier nachlesen und ich freue mich nun, auf die Beiträge von Pazi und […]

  • Reply
    T.
    28.09.2016 at 21:03

    Ich bin noch keine Mutter und ich würde gerne im Vorhinein wissen, ob ich damit klarkommen würde, oder ob ich verzweifeln würde. Ob ich etwas verpasse, wenn ich kein Kind habe. Ich hätte Angst, dass ich aus lauter Überforderung vom sanften Menschen zur Zicke und Furie werden würde die ihrem Kind Angst macht.

  • Reply
    Vali
    28.09.2016 at 11:19

    Liebes, super geschrieben! Uuuh ganz viel hätte ich gerne vorher gewusst.. müsste mich mal hinsetzen, da gibt es sicher einen Roman 😀

  • Reply
    Katharina
    28.09.2016 at 9:22

    Finde mich in jedem Punkt wieder, vor allem in der Sauerei die die Nahrungsaufnahme mit sich bringt 😉 <3

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