Babykolumne

Schreckensmomente im Leben einer Mama

Jede Mutter wird sie kennen: die Schreckensmomente. Die Momente, in denen einer Mama das Herz beinahe stehen bleibt, in denen man hektisch nach Luft schnappt und in denen man vollkommen hilflos und verzweifelt scheint. Letzte Woche erlebte ich diese Schreckensmomente und muss mich bis heute noch von ihnen erholen. Was war denn nun passiert?

Fieber im Urlaub

Es war Montagabend als ich bemerkte, dass Liam Fieber bekam. Gut, nichts Ungewöhnliches. Vor allem nicht bei Liam, denn er gehört zu den Kindern, die schnell und hoch fiebern. Dennoch ahnte ich, dass das Fieber in der Nacht noch ansteigen würde. So war es auch. Es stieg stündlich und wir versuchten es abwechselnd alle vier Stunden mit zwei verschiedenen Medikamenten zu senken. Der nächste Morgen: Puh, die Nacht war überstanden. Wir, mein Mann, Liam und ich, waren zwar komplett durch, aber immerhin hatten wir das Fieber in den Griff bekommen.

Der Krankenwagen kommt

Am nächsten Morgen gingen wir zum Arzt. Es wurde eine Mandelentzündung festgestellt und Antibiotika verabreicht. Wir überstanden auch den Dienstag und den Mittwochnachmittag, bis das Fieber plötzlich so hoch anstieg, dass wir es nicht mehr senken konnten. Trotz Wadenwickeln, trotz Medizin und trotz Bettruhe – es stieg stetig an, bis mir das Thermometer die Schreckenszahl 40,3 Grad anzeigte. Gut, ich weiß von vielen Eltern, dass das häufig bei kleinen Kindern vorkommt, und auch wir hatten es oft mit über 40 Grad zu tun, dennoch wurde ich panisch. Schließlich mussten wir noch ganze 2 Stunden warten, bis wir ihm das nächste fiebersenkende Mittel geben konnten. Was mache ich, wenn es weiterhin so rasant ansteigt? Ich war hilflos, mir schlotterten die Knie und ich griff zum Telefon, um einen Krankenwagen zu rufen. Denn wir waren mitten im Dorf, weit weg vom Krankenhaus und deswegen war mir das Ganze zu riskant.

Im Krankenhaus

Im Krankenhaus angekommen, konnten wir es schaffen, das Fieber zu senken. Danach wurde Blut abgenommen, um festzustellen, ob es wirklich etwas Bakterielles war oder ob es sich um einen viralen Infekt handelte. Der Leidtragende war natürlich Liam. Ihm gefiel die ganze Prozedur ganz und gar nicht. Er verstand die Situation nicht und war – verständlicherweise – vollkommen überfordert.

Konfuse Organisation

Wir blieben zwei Nächte da, bis das Fieber endlich von ganz alleine ohne Medikamente sank. Der ganze Krankenhausaufenthalt war für uns eine eher unschöne Erfahrung. Trotz vieler netter Menschen, die sich gut um Liam kümmerten, hatten wir das Gefühl, dass es an der Organisation etwas haperte. Letzten Endes war es wohl nur ein fieberhafter Virusinfekt, womit wir schon des Öfteren zu kämpfen hatten. Auf unserem Wunsch wurden wir am Freitag entlassen. Denn ich sah absolut keinen Grund darin, mein Kind in einem Zimmer festzuhalten – wir durften aufgrund des Ansteckungsrisikos nicht auf den Flur – wenn doch offensichtlich die Entzündungswerte laut Blutbild gesunken und das Fieber verschwunden waren.

Dennoch war es richtig, ins Krankenhaus zu fahren. Denn bei so hohen Temperaturen können auch Fieberkrämpfe auftreten und deswegen muss das Kind unbedingt von Fachkräften beobachtet werden, so die Ärzte.

Habt ihr auch Schreckensmomente als Mama erlebt? Wie geht ihr damit um?

 

 

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5 Comments

  • Reply
    Moderiamia | Fashion Blog, Mamablog, Modeblog
    12.08.2016 at 0:56

    […] brauche dringend Urlaub vom Urlaub, denn aufgrund unseres Krankenhausaufenthaltes und eines anderen blöden Zwischenfalls bin ich nicht wirklich erholt. Aber zum Glück ist ja jetzt […]

  • Reply
    Juli
    8.08.2016 at 7:47

    Ich hatte so einen Schreckmoment auch schon mal mit Sohnemann: eine ganze Woche lang hat er immer bis 40℃ gefiebert, es ließ sich aber immer gut senken. Ich war beinahe jeden Tag beim KiA & einmal im Krankenhaus, da war das Fieber aber durch das Zäpfchen auf 39℃ gesunken und man schickte uns nach Hause. Unsere KiA hat uns nur mit Homöopathie abgespeist, bis ich schließlich heulend vor ihr stand. An Tag 6 bekam ich also das Antibiotikum und Mika ging es innerhalb kürzester Zeit besser…
    Ihr habt alles richtig gemacht, ins KH zu fahren. Ich hoffe, der kleine Mann ist wieder richtig fit!

    LG

  • Reply
    Saskia
    8.08.2016 at 5:25

    Wie furchtbar. Ich bin noch keine Mutter, aber ich kann mir vorstellen wie ihr alle gelitten habt.

  • Reply
    Flora
    7.08.2016 at 22:20

    Mein Herz ❤️❤️ Du wirst ein starker gesunder junge.

  • Reply
    Birte
    7.08.2016 at 21:48

    Liebe Ari,

    Weiß genau wie man sich da fühlt in so einem Moment. Mein Sohn hatte im ersten Kitajahr im Winter ständig spastische Bronchitis, einmal war es so schlimm, dass Verdacht auf Lungenentzündung stand. Wir alo vom Kinderazrt direkt mit dem Krankenwagen zum Krankenhaus, denn es sollte während dem Transport bereits eine Atemmaschine bereit stehen. Letztendlich wars dann eine ganze Woche im Krankenhaus. Mein Sohn musste ständig inhalieren und war an Überwachungsgeräte angeschlossen. ie Ärzte meinten noch, solche Bronchitis Anfälle sind bei manchen Kleinkindern leider ein Steckenpferd. Bei euch scheint es dann wohl hohes Fieber zu sein. Für mich war es jedenfalls die schlimmste Woche überhaupt und ich war froh endlich wieder heim zu dürfen mit ihm ..

    Ich hoffe dein Liam muss so schnell nicht wieder ins Krankenhaus und räumt lieber fleißig deine Schuhregale aus 😉 (Das Bild auf Insta ist so süß von ihm dazu)

    Alles Liebe,
    Birte
    http://show-me-your-closet.de/

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