Personal

Wie viel Persönliches muss ein Blogger preisgeben?

Der heutige Artikel, in dem es darum geht, wie viel Persönliches ein Blogger wirklich von sich preisgeben muss, ist ein ganz besonderer: Ich freue mich sehr, dass die liebe Dorina von Adeline und Gustav heute das Ruder bei Moderiamia übernimmt. Dorina gehört für mich zu den interessantesten Bloggern. Denn sie hat ihren eigenen Stil ohne nachzuahmen und ist außerdem immer transparent und authentisch. Ihre Texte lesen sich wie Butter. Aber seht selbst:

#boyfriend #personal #me – je persönlicher und intimer desto besser. Das ist zumindest mein Eindruck, denn persönlichere Posts von mir oder Bilder mit besagten # kommen im Schnitt deutlich besser an. Warum ist das so? Klar, als Blogger hat man eben diese besondere persönliche Stellung, die aus meiner Sicht der Vorteil gegenüber (anonymen) Magazinen ist. Aber geht es auch ohne private und persönliche Einblicke? Ich glaube, dass man es als Blogger „leichter“ hat, je mehr man von sich preisgibt. Ist die RTL2 Reality Soap Mentalität auch schon bei Bloggern angekommen?

Ein Blick hinter die Blogkulissen

Ich möchte zunächst meine Standpunkt festhalten: Zu Beginn meines Bloggerdaseins, habe ich so gut wie gar nichts Persönliches preisgegeben. Zu unklar war mir, wie es auf andere wirken würde und mir später daraus nicht doch ein Strick gedreht werden würde.

Recht schnell bemerkte ich, dass auf dem Boden zusammengelegte Kleidungsstücke bei weitem nicht so gut ankamen. Nächster Schritt? Ab vor die Kamera! Es kostete mich einige Überwindung, denn tatsächlich wollte ich mich selbst zunächst gar nicht vor der Kamera zeigen. Als ich es dann doch Tat, kamen die Blogpost gleich viel besser an.

Dennoch beließ ich es erstmal bei reinen Outfitbildern und auch den ersten Make Up Look mit Step by Step Anleitung gab es bei mir erst nach einem Dreivierteljahr. Auch dies kam weitaus besser an, als nur die Produkte zu zeigen und die einzelnen Steps in Worten zu erklären.

Nach gut einem Jahr bloggen, las ich verstärkt auf anderen Blogs persönlichere Texte und wollte gerne wissen wie Blogger XY zu einem Standpunkt so stand.

Ich bemerkte also, dass ich selbst bei anderen Blogs sehr gerne persönlicheres oder privates erfuhr. Instagram war damals bei mir noch gar nicht so wichtig, geschweige denn Snapchat.

Da ich stets meine eigene Präferenz als Grundlage hernehme, begann ich ebenfalls mit Blogposts, die einen persönlicheren Einschlag aufwiesen. Seien es nur Make Up Looks oder hübsche Porträts – auch das zählt für mich schon dazu.

Ein Blog braucht ein Gesicht

Inzwischen glaube ich, dass ein Blog ein Gesicht braucht. Und damit meine ich nicht zwangsläufig eine rote Linie in der Bildbearbeitung oder im Schreibstil, sondern ein tatsächliches reales Gesicht. Ich kenne einige Blogs, die das aus Datenschutz- und Persönlichkeitsschutzgründen anders handhaben – was auch absolut in Ordnung ist. Aber ich persönlich muss sagen, dass mir dann oft etwas fehlt.

Das besondere an Blogs ist doch die persönliche Ebene. Tipps und Tricks von einer guten Freundin. Aber diese gute Freundin braucht ein Gesicht, um eine Verbindung aufzubauen. Ein sympathisches Lächeln auf einem Bild sagt mehr aus als ein 600 Wörter Text auf der About Me-Seite.

Ich will damit nicht sagen, dass es unmöglich ist, ohne sich in Wort oder Bild zu zeigen, eine persönliche Ebene aufzubauen, aber ich denke, es dauert einfach länger. Statt seine Persönlichkeit unterstützend in Bildern zu zeigen, muss der Text gelesen werden. Und wie wir vermutlich alle zugeben müssen: Die wenigsten lesen sich Texte vom ersten bis zum letzten Wort durch.

Reality Bloggen – Je privater desto besser

Inzwischen beobachte ich einen Trend. Wobei ich glaube, dass es dieses Phänomen schon länger gibt, nur dass es mir nicht so bewusst war.

Einfach nur sich selbst zu zeigen, reicht nicht mehr. Am meisten Aufmerksamkeit erregt man mit sexy Bildern, Bildern mit #boyfriend oder auch Bildern mit den kleinen Süßen.

Während auf Blogs weniger bewusst einem Klischee entsprechend inszenierte Bilder zu finden sind, kann man Gegenteiliges auf Instagram beobachten.
Reine „Selfie-Accounts“, haben teilweise ratzfatz 20k, 30k, 40k. Ausnahmslos Bilder der betroffenen Person sind zu sehen. Ja hübsch, aber auf Dauer doch langweilig? Scheinbar nicht.

Es ist fast so wie gestellte Reality Soaps auf einschlägigen Fernsehsendern. Irgendwas verleitet einen doch dazu, immer wieder reinzuschauen und zu liken.

Vielleicht ist es die Persönlichkeit, die so fesselt? Ehrlich gesagt: Ich kann es selbst nicht sagen. Was ich aber sagen kann, ist dass neben bekannten Drogerie Make Up Marken vor allem Bilder von mir besonders gut ankommen. Bezogen auf den Blog sind es meine monatlichen Favoriten mit einem persönlichen Rückblick auf die vergangenen Tage sowie Positives und Negatives, was mir regelmäßiges gute Klicks beschert.

Hinzukommen auf Instagram persönliche kurze Texte. Ein Hello and good morning peeps!  Reicht schon lange nicht mehr. Gedanken, Wünsche, Ärger – alles wird geteilt. Und inzwischen gebe auch ich gerne einiges aus meinem Leben preis. Warum? Es bietet Anlass zur Diskussion und regt Follower und Leser an. Mit persönlichen Inhalten, die als Anknüpfungspunkt dienen, kommt man leichter in Kontakt als mit einem schlichten Guten Morgen.

Schlimm finde ich das nicht – jeder muss selbst entscheiden wie viel er preisgibt. Doch was mich tatsächlich etwas verwundert: So ganz ohne privaten Einblick geht es scheinbar nicht mehr (so leicht).

Snapchat – Einfach alles mitverfolgen

Ja, ich nutze Snapchat und ich vermute, dass es viele auch tun, die gerade diesen Artikel durchlesen. Warum? Mh ja irgendwie weil es alle machen und es ja schon ganz interessant ist. So ist das bei mir. Wie ist es bei euch?

Snapchat ist die Krönung des Reality Bloggens. Persönlicher, direkter, intimer geht es nicht mehr. Man ist als Abonnent praktisch live dabei, kann (meistens) den Bloggen direkt bei Wort, Bild und Ton kontaktieren. Selbst telefonieren ist nicht so persönlich, fehlt doch das passende Bild dazu.

Eine ganz andere Frage ist es, ab wann dieses Omnipräsente vielleicht zu viel ist.

Bei den großen deutschen Bloggern, die inzwischen eher als Influencer betitelt werden müssten, geht es eigentlich nur noch um sie selbst als Persönlichkeit. Aber verdammt ja, es ist halt interessant, was die so treiben, wo die so sind und was die denken.

Reality Bloggen als Schlüssel zum Erfolg?

Klappt dieses Prinzip für jeden? Ich denke nicht. Was nützen die tollsten privaten Einblicke, wenn der Mensch an sich uninteressant ist. Auch wenn es hart klingen mag, es wird Gründe geben, warum die big influencer so viele Follower und Interaktion generieren. Es gibt Menschen, die haben das gewisse Etwas. Dann macht es natürlich Sinn, so viel wie möglich von sich preiszugeben.

Die meisten spielen aber in einer ganz anderen Kategorie jenseits der 300k, 400k, 500k oder gar Millionen.

Trotzdem kann man seine eigene Reichweite mit etwas mehr persönlichen und intimen Einblicken pushen. Den Boyfriend nie ganz zu zeigen, Namen nicht zu verraten kann genauso eine Strategie sein, wie das Couple-Ding durch zu ziehen.

Stets nur kritische Meinungen zu äußern kann ebenso beliebt sein.

Die wohl schwierigste Frage ist immer die, wenn andere Personen ins Spiel kommen. Möchten andere Personen mit einbezogen werden? Falls ja, weit darf man gehen?

Kinder als Reichweiten-Push

An dieser Stelle möchte ich der lieben Ari dafür danken, auf ihrem Blog einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Daher ist es an dieser Stelle sicherlich interessant, den Aspekt von Kindern im Zusammenhang mit Bloggen, Instagram und Reichweite zu beleuchten.

Was für Blogs gilt, gilt in der Regel auch für YouTube. Vor einiger Zeit entdeckte ich SaskiasBeautyBlog. Auch sie ist eine interessante Persönlichkeit, man bleibt hängen. Schon damals war ihr YouTube Kanal gut besucht, doch als sie ihre Schwangerschaft bekannt gab, explodierte förmlich ihr YouTube Kanal und auch auf Instagram stieg ihrer Reichweite enorm. Sie berichtete regelmäßig über ihre Schwangerschaft, zeigte, was sie so für ihren Sohn kaufte und ließ ihre Abonnenten einen (recht großes) Stück teilhaben.

Ich fand es ziemlich interessant zu beobachten, wie stark doch ein Kind Einfluss auf die Reichweite haben kann.

Putzig und süß, schöne, aber auch gestresste Momente gehören dazu. Und bestimmt werden sich einige Mamis Gedanken über jenes und dieses machen. Was kommt da besser, als jemand, der einem aus der Seele spricht? Schminken und stylen trotz oder gerade mit Kind. In jedem Fall ein Quotenbringer. Denn diejenigen, die es gut finden melden sich zu Wort, aber genauso auch die Kritiker.

Alles hat seine Schattenseiten. Mehr Traffic für mehr Privates. Manche zeigen Kinder ungeschützt mit Gesicht und schick in Windel. Absolut putzig, aber wie sieht es das Kind in 10, vielleicht 15 Jahren? Immerhin ist das Bild im großen weiten Internet. Hat man wirklich einen Einfluss darauf, wer die Bilder sieht und kann man tatsächlich verhindern, dass die Bilder nicht doch mal in falsche Hände kommen?

Bei Erwachsenen kann fragen, ob sie das möchten. Bei den eigenen kleinen Kindern muss man diese Entscheidung selbst treffen. Diese ist jedem selbst zu überlassen.

Persönliches ja – aber bitte gut dosiert

Meiner Meinung nach kann es hilfreich sein, persönliches und privates auf Instagram, Blog, Snapchat und / oder YouTube zu zeigen. Aber gut dosiert bitte. Was bei großen Influencern klappt, muss nicht der Schlüssel zum Erfolg beim Blogger von Nebenan sein. Findet ein Gespür dafür, was bei euren Follower gut ankommt.

Bei mir sind Selfies auf Instagram, Texte mit kritischen Gedanken auf dem Blog sowie persönliche Favoriten. Und auf Snapchat sind es Unboxings von zugeschickten oder gekauften Produkte oder Blogger Events.

Im Zweifel: weniger ist mehr!

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Vielen Dank an Ari, dass ich diesen Gastbeitrag auf ihrem Blog veröffentlichen durfte! Ich möchte mich nun auch kurz vorstellen: Ich bin Dorina und blogge auf Adeline & Gustav über Fashion und Beauty. Auf meinem Blog findet ihr wie bereits erwähnt sowohl persönliche Texte zu verschiedenen Themen wie Bloggen oder ganz normale alltägliche Gedanken als auch Outfits und Kosmetik Reviews.

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20 Comments

  • Reply
    Pisa
    14.07.2016 at 1:49

    Toller und interessanter Beitrag! Ich lese persönliche Blogs super gerne klar wer nicht? Doch wie definiert man persönlich? Ich muss jetzt nicht alle Details aus meinem Leben preisgeben und tuh dies auch nicht auf meinem Blog, trotzdem würde ich meinen, dass mein Blog persönlich ist :-).
    Liebst, Pisa
    http://www.inlovewithmyclothes

  • Reply
    Pisa
    14.07.2016 at 1:48

    Toller und interessanter Beitrag! Ich lese persönliche Blogs super gernd, klar wär nicht? Doch wie definiert man persönlich? Ich muss jetzt nicht alle Details aus meinem Leben preisgeben und tun dies auch nicht, trotzdem würde ich meinen, dass mein Blog persönlich ist :-).
    Liebst, Pisa
    http://www.inlovewithmyclothes.com

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:58

      Liebe Pisa, interessanter Ansatz. Persönlich heißt meiner Meinung nach nicht immer gleich intim. Da ziehe ich persönlich meine Grenzen 🙂

  • Reply
    Das Schminkstübchen
    13.07.2016 at 16:55

    Liebe Ari,

    ich mag die Beiträge von Dorina unglaublich gern und mit diesem Beitrag hat sie ein sehr spannendes Thema aufgegriffen, über das ich mir auch viele Gedanken gemacht habe. Ich halte meine Person beispielsweise komplett aus meinen Bloginhalten heraus und möchte tatsächlich auch aus persönlichen (und teilweise datenschutzrechtlichen) Aspekten (erstmal) nicht in Erscheinung treten. Vielleicht ändere ich meine Haltung irgendwann, aber derzeit würde ich mich damit einfach nicht wohl fühlen. Ob meine Leserinnen und Leser dadurch einen geringeren Bezug und eine geringere Identifikationsmöglichkeit zu meinem Blog haben, kann ich nicht beantworten. Zum einen habe ich eine sehr kleine Reichweite, was durchaus an meinem Wunsch, anonym bleiben zu wollen, liegen kann. Zum anderen produziere ich mit meinen Beiträgen rund um Kosmetik keinen Content, der meiner Meinung nach kein Gesicht unbedingt benötigt. Aber ich verstehe den Wunsch durchaus, dass man wissen will, wer hinter den Zeilen als Mensch steckt. Welchen aufgeworfenen Aspekt ich in dem Beitrag auch sehr spannend finde, ist die Frage „Was teile ich alles?“. Gerade durch Social Media und die beinahe grenzenlosen Möglichkeiten, die dadurch geboten werden, verschwimmt der klar abgrenzbare Raum zwischen Öffentlichem und Privaten immer mehr, finde ich. Manchen achtlosen Umgang damit betrachte ich mit Skepsis. Man hat zwar immer noch die Definitionshoheit darüber, was man teilen und auch nicht teilen möchte, aber zugleich steigt auch ein Stück weit die Erwartungshaltung derer, die einem folgen und dadurch auch der Druck. Das beste Beispiel ist tatsächlich die Youtuberin „Saskiasbeautyblog“, die harsch manchmal dafür angegriffen wird, ihr Kind nicht zu zeigen. Zugleich wird aber Dounia Slimani dafür nieder gemacht, dass sie ihr Baby ab und an zeigt. Respekt vor der Selbstbestimmung und der Tatsache, dass man immer noch selbst bestimmt, was man teilen möchte oder nicht, ist gerade auf Social Media keine Selbstverständlichkeit mehr. Sehr schade eigentlich. Manchmal denke ich mir, ob den Leuten nicht bewusst ist, dass sie im realen Leben nie ihren Mitmenschen so gegenübertreten würden, aber das Internet bietet durch die Anonymität, die in diesem Fall nicht immer von Vorteil sein muss, die Möglichkeit, Hemmungen zu verlieren.

    Vielen Dank für diesen großartigen Beitrag, ich habe ihn sehr gern gelesen! Und entschuldige diesen langen Kommentar!

    Liebe Grüße!

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:56

      Meine Liebe, vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen und spannenden Kommentar! Ich habe das gar nicht mitbekomme, dass die arme Saskia so doll angegriffen wird. Es ist doch ein Zeichen von Fürsorglichkeit, wenn sie ihr Kind nicht ganz zeigt, warum wird man dafür angegriffen? Das kapier ich nicht. Ich denke, die Leute vergessen, dass es sich um echte Menschen mit echten Gefühlen handelt und reden darauf los, Frechheit eigentlich…

  • Reply
    Melanie
    13.07.2016 at 6:47

    Den Beitrag finde ich sehr interessant, weil ich mir vorher nie Gedanken darüber gemacht habe. Jetzt kann ich ein paar Tipps sehr gut umsetzten .-*

    Melanie / http://www.goldzeitblog.blogspot.de

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:54

      Ich freue mich auch sehr, über diesen tollen Post von Dorina! 😉

  • Reply
    Kati
    12.07.2016 at 17:46

    Absolut, aber jeder muss doch selbst für sich entscheiden, was er teilen will oder nicht. Einerseits sind persönliche Details schon immer lesenswert, andererseits ist das, was man einmal ins Internet gestellt hat, potentiell für immer da…

    -Kati

  • Reply
    Julia
    12.07.2016 at 9:16

    Ich lese auch persönliche Blogs lieber, ich persönlich bin aber dennoch vorsichtig und überlege zuerst wirklich gründlich was ich preisgebe 🙂
    Liebst, Julia
    julysbeautylounge.blogspot.co.at

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:53

      Bin da wie du. Ich überlege auch oft, manchmal zu viel 🙂

  • Reply
    Saskia
    11.07.2016 at 6:07

    Ein toller Gastbeitrag. Die Persönlichkeit hinter einem Blog ist sicher wichtig und ausschlaggebend. Ein interessantes Thema, denn auch bei meinen Lesegewohnheiten fällt mir auf, dass ich etwas persönlichere Blogs lieber lese…

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:53

      Eben! EIn Blog ohne Persönlichkeit läuft heutzutage gar nicht. Da gibt es viele hübsche Gesicherter, die tolle Outfits posten, aber mich interessiert immer der Mensch dahinter.

  • Reply
    Andrea
    10.07.2016 at 22:42

    Ich selbst lese auch gerne Blogs, wo ich die Blogger auch als Mensch besser einschätzen kann oder die viel privates posten. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man damit umgehen möchte!

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:52

      Je menschlicher, desto nahbarer. Ich liebe persönliche Blogs.

  • Reply
    Kolonialwaren
    10.07.2016 at 22:38

    Ich blogge jetzt seit 12, 13 Jahren. Ich denke, ich kann es ganz gut beurteilen..
    Wobei.. was beurteilen?
    Mit Kindern kannst du ganz schnell 20..30 Tausend Follower erhalten.. anders heutzutage kaum möglich.
    Außer Selfies – je nackter desto besser.
    Aber ich werde mir bestimmt jetzt kein Kind anschaffen, nur um Follower zu bekommen. Aber ich kenne Blogger die das.. nun ja. ich wil jetzt nicht sagen mit Absicht schwanger geworden sind aber schon mit Hintergedanken.
    Klar ist ein Gesicht wichtig. Auch persönliches. Ein Blog ist immer soetwas wie Freunde haben.
    Aber will ich jetzt alles preis geben?
    Sicherlich reizvoll. Man kann einer Person alles erzählen was man auf dem Herzen hat – eben seinem Blog und man weiß : es hören Leute zu und nehmen Anteil.
    Aber ich will einfach keinen Schwangerschafts vor laufender Kamera machen oder Softpornos auf Youtube hochladen oder meine Brüste auf Instagram hochladen. Vielleicht werde ich alt.

    Liebe Grüße
    Ann – http://kolonialwarenladen.blogspot.de

    • Reply
      Kolonialwaren
      10.07.2016 at 22:39

      *schwangerschaftstest

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:51

      Och Gott, das mit der inszenierten Schwangerschaft finde ich ja ein bisschen gruselig… Aber muss ja jeder selbst wissen. Kann dich in deiner Meinung da nur 10 Prozent unterstützen.

  • Reply
    Christina
    10.07.2016 at 22:10

    Toller Text und ich denke ähnlich! Auch auf meinem Blog haben die persönlichen Posts die meisten Klicks und die Waage zu halten, mit dem, was man von sich preis gibt, ist nicht einfach! Aber so lange man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, denke ich, ist es okay!
    Auch ich lese am liebsten die persönlichen und privaten Posts, jeder guckt sich gern in Nachbars Fenster 😉
    Liebe Grüße, Christina
    http://www.lottiundemil.de

    • Reply
      Moderiamia
      15.07.2016 at 10:50

      Hi Christina, danke für deinen tollen Kommentar! Geht mir ähnlich. Je persönlicher, desto größer das Interesse. Ich finde, je persönlicher man wird, desto mehr Angriffsfläche bietet man ja auch.

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