Babykolumne

Babykolumne: Meine Schwangerschaftspfunde

Wahnsinn: Sind wirklich schon 5 Monate vergangen, seitdem Liam auf der Welt ist? Ich kann es noch nicht ganz fassen und bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich an die Geburt zurückdenke. Heute möchte ich euch erzählen, wie ich meine Schwangerschaftspfunde ganz ohne Sport und ohne Ernährungsumstellung losgeworden bin.

Zuallererst: Ich bin keine Expertin in Sachen Diäten. Denn diese sind meiner Meinung nach reine Zeitverschwendung und sinnlos! Die erste und letzte Diät, die ich ausprobiert habe, war die Kohlsuppendiät. Damals war ich 16, mitten in der Pubertät und habe sie ganze 2 Tage durchgezogen. Heutzutage weiß ich: Ich lasse mir nur ungern etwas vorschreiben was, wie viel und wann ich essen soll. Ich bin ein Genussmensch. Von daher: Nein, danke Kohlsuppe! Es muss auch einen anderen Weg geben. Und diesen gab es auch zum Glück für mich nach der Schwangerschaft.

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Jetzt komme ich zum Punkt: Viele fragen, wie viel ich denn zugenommen hätte. Bei einer Größe von nur 1,56 m (ich bin ein Zwerg.-)) habe ich stolze 18 Kilo zugenommen. Ich weiß, dass einige Frauen weniger, andere mehr an Gewicht zulegen. Für mich waren die beinahe 20 Kilo völlig ok. Zu keinem Zeitpunkt war ich unglücklich mit mir oder meinem Körper. Im Gegenteil: Ich habe die Schwangerschaft sehr genossen und mich jedes Mal gefreut, wenn ich in den Spiegel geguckt und das runde Bäuchlein gesehen habe. Heißhungerattacken kannte ich kaum. Außer mega Durst auf Sprite. Sonst habe ich eigentlich ganz normal gegessen, wie vor der Schwangerschaft auch. Wenn ich aber abends um 23 Uhr Lust auf Pfannkuchen mit Vanilleeis hatte, dann hab ich den auch ohne schlechtes Gewissen gegessen.

Alles in allem war ich als werdende Mama super gelassen was mein Gewicht anging. Bestimmt waren die Schwangerschaftshormone und der Zuspruch meines Mannes nicht ganz unschuldig daran, dass ich mich wohl in meiner Haut gefühlt habe. Aber auch kurz nach der Geburt habe ich keinen einzigen Gedanken ans sofortige Abnehmen verschwendet. Da ich von Anfang an gestillt habe, kam eine Crash-Diät – wie man es so von einigen Promi-Damen kennt – schon mal gar nicht in Frage. Vielmehr wollte ich mich bewusster gesund ernähren, damit Liam ausreichend Nährstoffe bekommt und ich fit bleibe, um den krassen Schlafmangel zu kompensieren. Auch hier habe ich nie auf etwas verzichtet, worauf ich richtig Appetit hatte.

Wie viel ich abgenommen habe

Als ich dann aus dem Krankenhaus entlassen wurde, meinte meine Mama ich solle mich mal wiegen, weil ich so ein eingefallenes Gesicht bekommen hatte. Das lag aber eher an den Schmerzen des Notkaiserschnitts. Ich muss auch sagen, dass ich in den ersten zwei Wochen kaum Appetit hatte, weil ich von den Folgen der OP zu schlapp war. Wahrscheinlich deswegen hatte ich auch nur eine Woche nach der Geburt 8 Kilo abgenommen! Jetzt 5 Monate später fehlen mir nur noch 2 Kilo zu meinem „Ausgangsgewicht“. Und das ganz ohne Sport und ohne Ernährungseinschränkung.

Wie man sieht, bin ich weit entfernt von einem Sixpack. Ich hatte nie einen und werde auch wahrscheinlich nie einen haben, was auch nicht wirklich tragisch ist. Mein Bauch ist natürlich nicht so straff wie vorher, aber dafür eben ein Mummy tummy:-). Und wenn ich für meine Outfitbilder Crop-Tops trage, dann ziehe ich natürlich auch mal den Bauch ein. Schwangerschaftsstreifen habe ich keine. Ich habe mich zwar immer mit Freiöl eingecremt, aber das auch nicht wirklich regelmäßig. Da war ich schon ganz schön faul, muss ich gestehen.

Mein Baby trainiert mich

Mein Tipp an alle Frauen nach der Schwangerschaft ist es, gelassen zu bleiben. Genießt die Zeit mit eurem Baby, vergleicht euch nicht mit anderen Frauen und nehmt die Zahl auf der Waage nicht ganz so genau. Alles kommt zu seiner Zeit und jeder weiß, dass der Alltag mit Babys auch körperlich eine Herausforderung ist. Wer sich also fragt, wie das dann so ganz ohne Sport bei mir funktioniert hat: Naja, ein bisschen „Sport“ mache ich schon.

Denn mein Personaltrainer ist 5 Monate alt und heißt Liam. Er hält mich ordentlich auf Trab, sodass ich den ganzen Tag in Bewegung bin. Wahrscheinlich habe ich mich in meinem Leben noch nie so viel bewegt, wie zurzeit. Täglich gehe ich mit dem Kleinen für mindestens 2-3 an die frische Luft, im Sommer auch mal 4-5 Stunden spazieren. Ich tobe mit ihm stundenlang auf der Spielwiese. Ich trage dieses kleine Würmchen, das schon um die 8 Kilo wiegt, den halben Tag umher. Ich sorge dafür, dass er immer satt, ordentlich angezogen und sauber ist. Ich schiebe den robusten Kinderwagen mit dem täglichen Einkauf vor mich her. Ich mache den Haushalt, koche, wasche, arbeite für den Blog und versuche darauf zu achten, dass auch ich ordentlich rumlaufe. Puh, ich glaube, das ist das härteste und schönste Fitnessprogramm, das ich je hatte. Deswegen, ein Hoch auf alle Mamas und Respekt an alle, die dabei noch Zeit finden, Sport zu treiben.

Was haltet ihr von Crash-Diäten nach der Schwangerschaft?

 

 

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4 Comments

  • Reply
    After-Baby-Body: Meine Erfahrungen
    26.10.2016 at 12:23

    […] und wann habe ich sie wieder runterbekommen? Die, die schon länger meinen Blog lesen, haben in diesem Artikel über meine Schwangerschaftspfunde schon einiges dazu erfahren. Für die, die neu hinzugekommen […]

  • Reply
    Moderiamia | Fashion Blog, Mamablog, Modeblog
    29.05.2016 at 17:18

    […] Tage im Wochenbett, auf was konntest du auf keinen Fall verzichten? Kaffee, weil ich in der ganzen Schwangerschaft darauf verzichtet hatte. Ansonsten hatte ich in der ersten Zeit auf nichts Appetit. Das Problem […]

  • Reply
    Jacqueline
    4.09.2015 at 11:54

    Wirkich ein toller Bericht!

    Ich hatte das Glück, dass ich mit dem Stillen, sehr viel abgenommen habe und natürlich, dass ich immer in Bewegung war mit dem kleinen!

    Machte gar keine Diät! ;o)

    xoxo Jacqueline
    http://www.hokis1981.blogspot.com

  • Reply
    Saskia
    1.09.2015 at 17:20

    Schön, dass du es so gelassen angehst und das Gewicht sich auch so wieder reguliert (das macht mir für später Mut).

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